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Blindheit
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Unter Blindheit versteht man die ausgeprĂ€gteste Form einer Sehbehinderung mit gĂ€nzlich fehlendem oder nur Ă€uĂerst gering vorhandenem visuellen Wahrnehmungsvermögen eines Auges oder unter rechtlichen Aspekten beider Augen. Sie kann angeboren (Geburtsblindheit) oder erworben sein. Die Aussichten auf eine Verbesserung oder gar Heilung sind, abhĂ€ngig von Krankheitsbeginn, Ursachen und â insbesondere in LĂ€ndern der âDritten Weltâ â generell dem Zugang zu entsprechenden Behandlungsangeboten, gering. Davon abgesehen gibt es eine Reihe von Erkrankungen, fĂŒr die es keinen wirksamen therapeutischen Ansatz gibt und die deshalb als unheilbar gelten. Blindheit ist eine schwere Behinderung, bei der nach deutscher Gesetzgebung grundsĂ€tzlich ein Anspruch auf Beihilfe in Form von Blindengeld besteht. Er wird im jeweiligen Landesblindengeldgesetz oder als Blindenhilfe im Sozialgesetzbuch (SGB XII § 72) geregelt.cite-ref-1[1]cite-ref-2[2]
Beim gĂ€nzlichen Fehlen von Lichtwahrnehmung, also dem Verlust von Hell-/Dunkelwahrnehmung, spricht man von Amaurose (Vollblind). Die Amaurose beider Augen bringt fĂŒr Betroffene zusĂ€tzliche Probleme, wie etwa Schlafstörungen mit sich (siehe Amaurose #Schlafstörungen bei Vollblinden).
Contents
âą Definitionen
âą Amaurose
⹠Förderung
âą Medien
âą Computernutzung
⹠MobilitÀt
âą Sonstiges
âą Siehe auch
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Definitionen
| Behinderungsgrad | Sehrest auf dem jeweils besseren Auge (mit optimaler Korrektur) |
|---|---|
| blind | |
| blind | Visus bis höchstens 0,02 oder Röhrengesichtsfeld bis höchstens 5° oder abgestufte Mischformen |
| hochgradig sehbehindert | Visus zwischen 0,02 und 0,05 |
| sehbehindert | Visus zwischen 0,05 und 0,3 |
In Deutschland gilt nach den gesetzlichen Bestimmungen und Versorgungsrichtlinien eine Person als blind, wenn ihre SehschĂ€rfe auf dem besseren Auge auch mit optimaler Brillen- oder Kontaktlinsenkorrektur höchstens 1/50 = 0,02 betrĂ€gt (etwas irrefĂŒhrend als â2 % oder wenigerâ bezeichnet) oder wenn andere dauerhafte Störungen des Sehvermögens vorliegen, die dieser BeeintrĂ€chtigung gleichzusetzen sind. Nach Aussage der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) gilt dies beispielsweise fĂŒr die konzentrische EinschrĂ€nkung der Ă€uĂeren Gesichtsfeldgrenzen auf höchstens 5 Grad (Röhrengesichtsfeld).cite-ref-3[3] Nicht zur Blindheit in diesem Sinne gehören die Farbenblindheit (Achromatopsie) und die Nachtblindheit (Hemeralopie).
Zur Veranschaulichung: Eine SehschĂ€rfe (Visus) von 1/50 = 0,02, die die Grenze zur Blindheit mit Anspruch auf Blindengeld darstellt, bedeutet, dass die gerade lesbaren Sehzeichen das 50fache der ReferenzgröĂe von 5 Sehwinkelminuten haben. Dies sind 4,17 Sehwinkelgrad, was einer SchriftgröĂe von 2,2 cm bei 30 cm Leseentfernung entspricht.
Eine Reduktion der SehschÀrfe auf weniger als 0,3 auf dem besseren Auge wird als Sehbehinderung bezeichnet. Als hochgradig sehbehindert gilt, wer auf dem besser sehenden Auge mit optimaler Korrektur lediglich eine SehschÀrfe von nicht mehr als 1/20 = 0,05 besitzt.
Die Definition von Blindheit oder Sehbehinderung erfolgt im juristischen Sinne immer unter Bezugnahme auf die betroffene âPersonâ und nicht auf das Auge als âOrganâ. Sehbehinderungen, hochgradige Sehbehinderungen und Blindheit können demgegenĂŒber mit den jeweils genannten Grenzwerten auch einseitig â bei normalem visuellem Leistungsvermögen des gesunden Auges â auftreten. Dies fĂŒhrt zwar unter medizinischen Gesichtspunkten zu einer einĂ€ugigen (monokularen) Sehbehinderung oder Blindheit, die betreffende Person gilt im juristischen Sinne jedoch nicht als blind oder sehbehindert, sodass hier in der Annahme eines ausreichenden Orientierungsvermögens trotz praktischer EinĂ€ugigkeit auch kein Anspruch auf Versorgungsleistungen besteht. Es kann aber durchaus ein Anrecht auf einen Grad der Behinderung nach der Versorgungsmedizin-Verordnung bestehen.
Amaurose
Ursachen und Verbreitung
GrundsĂ€tzlich kann jede Störung einer Struktur des visuellen Systems zu einer Erblindung fĂŒhren.
âą angeborene Blindheit
âą fehlende Elemente des Sehapparates
âą frĂŒhkindlich entwicklungsbedingte Blindheit
âą ungenĂŒgende Ausdifferenzierung der kortikalen Sehstrukturen (Amblyopie), z. B. durch Schielerkrankung (Strabismus)
âą genetische Veranlagungen, die im Laufe des Lebens zur Erblindung fĂŒhren können (z. B. Retinopathia pigmentosa, juvenile Makuladegeneration, hereditĂ€re Optikusatrophie, Bietti-Kristalldystrophie)
âą erworbene Blindheit
⹠altersbedingte Makuladegeneration (AMD) als hÀufigste Ursache in IndustrielÀndern, in D etwa 50 %
âą TrĂŒbung der brechenden Medien (bspw. Grauer Star, Verletzungen oder Degeneration der Hornhaut)
âą Diabetes, in D etwa 17 %
âą akuter oder chronischer grĂŒner Star (Glaukom), in D etwa 20 %
âą Folge eines Schlaganfalls
âą Embolien oder Thrombosen der versorgenden BlutgefĂ€Ăe
âą Verletzungen
âą Infektionen (etwa eine bakterielle EntzĂŒndung wie z. B. ein Trachom oder auch eine Herpes-Infektion der Netzhaut)
⹠Tumoren (wie z. B. Aderhautmelanome oder RetrobulbÀrtumore)
⹠Erkrankungen des Glaskörpers
âą Intoxikationen (bspw. durch die Einnahme von Methanol)
Nach dem WHO-Report von 2004 leben in Deutschland 164.000 (0,2 %) blinde und 1.066.000 (1,3 %) sehbehinderte Menschen. In Deutschland erblinden jĂ€hrlich ca. 10.000 Menschen neu (Inzidenz 12,3/100.000) und ca. 160 Kinder werden blind geboren (2 von 10.000). WĂ€hrend es zwischen 1990 und 2002 nur zu einem moderaten Anstieg der Blindheit um 9 % gekommen ist, konnte ein Anstieg von Sehbehinderungen um 80 % registriert werden. Dies ist vor allem auf die erhöhte Lebenserwartung zurĂŒckzufĂŒhren. WĂ€hrend bei Menschen bis zum 39. Lebensjahr die Optikusatrophie als hĂ€ufigste Erblindungsursache gilt, ist dies in der Altersgruppe vom 40. bis 79. Lebensjahr die Diabetische Retinopathie und ab dem 80. Lebensjahr die altersbedingte Makuladegeneration, gefolgt vom Glaukom. Da 48 % aller Erblindungen ab dem 80. Lebensjahr auftreten, ist die altersbedingte Makuladegeneration insgesamt die hĂ€ufigste Ursache fĂŒr Erblindung in Deutschland. 68 % aller Neuerblindungen betreffen Frauen. Hauptgrund dafĂŒr dĂŒrfte sein, dass Frauen aufgrund ihrer wesentlich höheren Lebenserwartung in dieser Altersgruppe ĂŒberproportional vertreten sind.
Weitere Erschwernisse und BeeintrÀchtigungen
Blindheit geht immer mit einer EinschrĂ€nkung des rĂ€umlichen Orientierungsvermögens einher. Dieses kann aber auf akustische und taktile Weise erweitert werden. Eine Reihe blindenspezifischer Hilfsmittel erleichtert das tĂ€gliche Leben, jedoch können diese in mehrerlei Hinsicht zu gewisser AbhĂ€ngigkeit fĂŒhren. Eine unabhĂ€ngige, selbstĂ€ndige LebensfĂŒhrung ist Ziel der meisten Betroffenen; hĂ€ufig bleibt jedoch eine relative HilfsbedĂŒrftigkeit bestehen. Oft fĂŒhren mangelnde Bildungsmittel,cite-ref-6[6] Berufschancencite-ref-7[7]cite-ref-8[8] reduzierte autonome MobilitĂ€tcite-ref-9[9] und Sozialkontakte zu Problemen, die sich in sozialem RĂŒckzug ausdrĂŒcken können. VerstĂ€rkt werden diese UmstĂ€nde oft durch ein Bild in der Ăffentlichkeit, das hĂ€ufig von Vorurteilen und Unkenntnis geprĂ€gt erscheint.
Eine infrastrukturelle, gesellschaftliche und kulturelle Ăffnung gegenĂŒber den BedĂŒrfnissen von Menschen, die visuell beeintrĂ€chtigt sind, ist fĂŒr alle Menschen von Bedeutung. Ein Vorbild dafĂŒr ist die Stadt Marburg mit der dort ansĂ€ssigen Blindenstudienanstalt, die seit Jahrzehnten bei der Förderung und Ausbildung von Menschen, die blind oder sehbehindert sind, beispielhaftes leistet.cite-ref-10[10] Wesentlich dabei sind nicht nur das Vorhandensein entsprechender Hilfsmittel wie Ampelanlagen mit akustischer Signalgebung oder Speisekarten in Brailleschrift, sondern auch die Umsetzung einer konsequenten Inklusion aller Menschen von Anfang an und die Einbeziehung unterschiedlicher BedĂŒrfnisse in das gesamte infrastrukturelle, gesellschaftliche, kulturelle und stĂ€dtebauliche GefĂŒge einer Stadt.cite-ref-11[11]
Schulung, Medien und Hilfsmittel
Förderung
Da therapeutische Optionen in FĂ€llen von Blindheit hĂ€ufig nicht bestehen, kommt spezifischen SchulungsmaĂnahmen (Rehabilitation) eine groĂe Bedeutung zu. Ziel ist hierbei vor allem, blinden Menschen eine selbstĂ€ndige und eigenverantwortliche LebensfĂŒhrung zu ermöglichen, die allgemein als höhere LebensqualitĂ€t empfunden wird.
Insbesondere bei blinden und sehbehinderten Kindern ist eine FrĂŒhförderung, die gleich nach der Geburt einsetzt, von entscheidender Bedeutung. SpĂ€ter sollte diese entweder im Rahmen von spezialisierten KindergĂ€rten und Förderschulen oder integriert in RegelkindergĂ€rten und Regelschulen weitergefĂŒhrt werden. FrĂŒhförderung ist eine sichere Voraussetzung, um die intellektuelle Entwicklung, EigenstĂ€ndigkeit und die beruflichen Chancen eines Menschen, der blind geboren oder frĂŒh erblindet ist, erfolgreich gestalten zu können.
Medien
Die 1825 von Louis Braille entwickelte Punktschrift, die sogenannte Brailleschrift, ermöglicht blinden Menschen das Lesen und Schreiben von Texten. Andere Blindenschriftsysteme wurden fast vollstĂ€ndig von der Brailleschrift verdrĂ€ngt. Das Schreiben von Texten ist z. B. mit einer Punktschriftmaschine wie dem Perkins-Brailler möglich. Die erste Schreibmaschine fĂŒr Punktschrift wurde bereits 1899 von Oskar Picht erfunden. Es gibt heute auch Braillezeilen und Braille-Drucker fĂŒr den PC.
FĂŒr die taktile Darstellung der Blindenschrift werden Texte manuell mit speziellen mechanischen Punktschriftmaschine in Papier geprĂ€gt oder es werden digitale Texte mittels Software in die entsprechenden Braillezeichen gewandelt. Diese können dann auf einem elektronischen Brailledrucker oder einem elektronischen Braille-Display ausgegeben werden. Dynamische Braille-Displays sind mit 1 (Tetragoncite-ref-12[12]) bis gleichzeitig 360 Zeichen (Canute360cite-ref-13[13]) verfĂŒgbar. Da auf ein DIN-A4-Blatt pro Seite nur etwa 600 bis 840 Zeichen passen und die geprĂ€gten Punkte auf beiden Seiten etwa 0,35 Millimeter herausragen, sind Publikationen in Punktschrift etwa 25 mal voluminöser als in Schwarzschrift.
BlindenbĂŒchereien und gemeinnĂŒtzige Vereine produzieren, verkaufen und verleihen BĂŒcher, Zeitschriften und Texte im Audio- und Punktschriftformat. Im deutschsprachigen Raum haben diese Bibliotheken und Vereine sich zur Mediengemeinschaft fĂŒr blinde und sehbehinderte Menschen, kurz Medibus, zusammengeschlossen.cite-ref-14[14] Es sind lediglich dreizehn KinderbĂŒcher als taktile BilderbĂŒcher, LeselernbĂŒcher oder SachbĂŒcher fĂŒr Vorschulkinder im deutschsprachigen Raum verfĂŒgbar.cite-ref-15[15] DarĂŒber hinaus gibt es wenige Foliensammlungen in Aktenordnern. Das verbreitetste Ausleihmedium sind TontrĂ€ger. Der Versand erfolgt portofrei als Blindensendung. FrĂŒher wurden HörbĂŒcher und Hörzeitschriften auf heute veralteten Kompaktkassetten verliehen, zwischen 2004 und 2010 wurde auf CDs im DAISY-Format umgestellt. DAISY ist der Name eines weltweiten Standards fĂŒr navigierbare und barrierefrei zugĂ€ngliche Multimedia-Dokumente. Die AbkĂŒrzung DAISY steht fĂŒr âDigital Accessible Information Systemâ. Auch kommerzielle HörbĂŒcher ermöglichen blinden Menschen einen Zugang zur Literatur.
Die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender in Deutschland und der Streamingdienst Netflix senden Filme im Zweikanalton, bei denen auf dem zweiten Kanal per Audiodeskription die Handlung erzĂ€hlt wird. Diese Methode wird auch in Kinofilmen eingesetzt, hĂ€ufig ĂŒber Kopfhörer, man spricht dann von einem Hörfilm. Filme mit Audiodeskription können auch im Kino gemeinsam mit Sehenden konsumiert werden, wenn dafĂŒr die Tonspur der Audiodeskription in der Smartphone-App Gretacite-ref-16[16] vorliegt. Das Smartphone orientiert sich ĂŒber das Mikrofon am laufenden Film und synchronisiert dann die Tonspur der Audiodeskription, die der blinde Kinobesucher ĂŒber Bone Conduction Kopfhörer oder auch In-Ohr-Kopfhörer mithören kann.
Tastgrafiken auf Schwellpapier und Taktile Karten helfen blinden Menschen, Bilder und rĂ€umliche VerhĂ€ltnisse zu âbegreifenâ. In bekannten Bauwerken, AltstĂ€dten und Museen werden manchmal ertastbare Modelle der Anlage bzw. GebĂ€ude aufgestellt.
Daneben senden einige lokale Hörfunksender im deutschsprachigen Raum regionale Nachrichten fĂŒr Sehbehinderte, bei denen örtliche Zeitungen vorgelesen werden. Vor allem im englischsprachigen Ausland gibt es darĂŒber hinaus den sogenannten Radio Reading Service (deutsch: Radio-Vorlese-Dienst), in dem in der Regel ganztĂ€gig Nachrichten und Literatur fĂŒr Sehbehinderte oft live vorgelesen werden. Einige dieser Dienste sind per Live-Stream auch bei uns ĂŒber das Internet zu empfangen. Der Podcast hat sich zum beliebten Medium fĂŒr Unterhaltung und Informationsaustausch ĂŒber das Internet etabliert.
Computernutzung
Blinde Menschen können Computer mit Hilfe einer sogenannten Screenreader-Software fĂŒr Windows wie COBRA oder JAWS oder den kostenlosen NVDA und fĂŒr Apple Computer mit dem bereits im System integrierten VoiceOver bedienen. Screenreader stehen auch fĂŒr Smartphones auf Basis der Betriebssysteme Google Android und Apple iOS zur VerfĂŒgung und bieten dadurch die Möglichkeit, Kommunikations- und Navigationssoftware auch unterwegs zu nutzen. Der Bildschirminhalt und die Bedienelemente werden von einer Sprachausgabe vorgelesen oder in Punktschrift auf einer Braillezeile ausgegeben. Auf der PC-Tastatur wird im Zehnfingersystem geschrieben und die Navigation erfolgt mittels Tastenkombinationen und den Cursortasten anstatt mit einer Maus. Auf Papier gedruckte Texte wie BĂŒcher und Briefe können mit einem Scanner und einer Texterkennungssoftware gelesen werden. Blinde Internet-Nutzer sind auf eine barrierearme Gestaltung angewiesen und profitieren von Webseiten mit Bildbeschreibungen.
Da viele Menschen erst im hohen Alter erblinden und Schwierigkeiten beim Erlernen der Bedienung eines PCs haben, gibt es spezielle Vorlesesysteme, mit denen gedruckte Texte einfach erfasst, gespeichert und vorgelesen werden können.
MobilitÀt
Blinde Menschen können sich nach einem Orientierungs- und MobilitĂ€tstraining (O&M) einigermaĂen selbstĂ€ndig in ihrer Umwelt zurechtfinden. Ein Ă€hnliches Angebot besteht fĂŒr den Bereich der Lebenspraktischen Fertigkeiten (LPF). Der richtige Gebrauch eines weiĂen Langstocks schĂŒtzt vor ZusammenstöĂen und AbstĂŒrzen und kann zur Orientierung im Nahbereich wertvolle Informationen liefern, ebenso das Gehör und der Geruchssinn. Von Geburt an blinde Menschen verfĂŒgen dabei ĂŒber einen gewissen Vorteil gegenĂŒber spĂ€ter Erblindeten, höchstwahrscheinlich, weil sie dafĂŒr neuronale KapazitĂ€ten des visuellen Kortex (Sehrinde) im Gehirn mitnutzen:cite-ref-17[17] Diese sog. aktive menschliche Echoortungcite-ref-18[18] kann das Sehen mit den Augen teilweise imitieren.cite-ref-19[19]
FrĂŒhförderung
FĂŒr die erfolgreiche Entwicklung eines Kindes, das blind geboren wurde, ist es von entscheidender Bedeutung, alle Entwicklungsstufen und -schĂŒbe analog zu sehenden Kindern altersadĂ€quat zu âdurchlaufenâ.cite-ref-20[20] Meistens mĂŒssen Kinder, die sehbehindert oder blind sind, wĂ€hrend der sensiblen Phasen gezielt gefördert werden, da sonst eine mit sehenden Kindern vergleichbare Entwicklung bedroht sein kann. DarĂŒber hinaus sollte die FĂ€higkeit zur passiven und aktiven Echoortung durch frĂŒhes und regelmĂ€Ăiges Training verbessert werden, sie stellt aber nur einen Teilaspekt der gezielten Förderung von Kindern, die blind oder sehbehindert sind, dar:cite-ref-21[21] Die Wahrnehmungsförderung spielt im Allgemeinen die zentrale Rolle in der FrĂŒhförderung von Kindern mit SinneseinschrĂ€nkungen, speziell die Förderung des RaumverstĂ€ndnisses. Eine Pionierin auf diesem Gebiet ist die dĂ€nische Psychologin Lilli Nielsen, die seit Jahrzehnten wissenschaftlich auf diesem Fachgebiet forscht, publiziert und auch diesbezĂŒgliche Förder-Materialien entwickelt hat. Seit 2011cite-ref-22[22] findet in Deutschland der blinde Entwicklungspsychologe und in SonderpĂ€dagoge Daniel Kish mediale Beachtung, der zudem SchulungsplĂ€ne fĂŒr Kleinkinder entwickelt hat, die einen neuen Standard in der FrĂŒhförderung und im MobilitĂ€tstraining darstellen sollen.cite-ref-23[23]
Tiere
Auf vertrauten Wegen oder in bekanntem Terrain können blinde Menschen sich wesentlich besser orientieren als in gĂ€nzlich unbekannter Umgebung. BlindenfĂŒhrhunde fĂŒhren ihre Halter auf dem optimalen Weg und weichen Hindernissen aus. Sie suchen und finden auf Kommando einzelne Wegziele wie Ampelpfosten, BriefkĂ€sten, HauseingĂ€nge oder freie SitzplĂ€tze in öffentlichen Verkehrsmitteln.
SatellitengestĂŒtzte Navigation
SatellitengestĂŒtzte Navigation und raumbezogene Informationssysteme, die mit blind bedienbaren MobilgerĂ€ten genutzt werden können, stellen eine groĂe Chance fĂŒr die Verbesserung der MobilitĂ€t und LebensqualitĂ€t blinder Menschen dar. Als erste satellitengestĂŒtzte Navigationshilfen wurden im deutschsprachigen Raum die freie Software Loadstone-GPS und das kommerzielle Produkt Wayfinder Access genutzt. Das freie Programm lĂ€uft auf höherwertigen Nokia-Mobiltelefonen, die mittels einer Screenreader-Software fĂŒr blinde Menschen bedienbar sind. Die Informationen des Bildschirms werden von einer Sprachausgabe ĂŒber den Lautsprecher ausgegeben. Neben Navigationssystemen wie Kapten Plus oder Trekker Breeze gibt es einige Apps fĂŒr Smartphones wie das Apple iPhone, die mittels Screenreadern wie VoiceOver von Blinden genutzt werden können.cite-ref-25[25]cite-ref-26[26]cite-ref-27[27]
Taktile Bodenleitsysteme
Bodenindikatoren wie Rillen- und Noppenpflaster sollen blinde Langstock-Nutzer bei der Orientierung und Navigation auf PlĂ€tzen, StraĂen, Gehwegen und in Bahnhöfen oder anderen öffentlichen GebĂ€uden unterstĂŒtzen. Werden neben diesen taktilen Markierungsstreifen auch noch andere Hilfen wie Beschriftungen in Brailleschrift und Sprachansagen in FahrstĂŒhlen bereitgestellt, spricht man von einem Blindenleitsystem. Verkehrsampeln mit akustischen oder vibrierenden Signalen und vorschriftsmĂ€Ăig abgesicherte Baustellen und Bodenöffnungen machen die Teilnahme am StraĂenverkehr fĂŒr blinde FuĂgĂ€nger weniger gefĂ€hrlich.
Kenntlichmachung
â
Hauptartikel
:
Kennzeichnung fĂŒr sehbehinderte und blinde Menschen (Ăsterreich)
und
Tag des weiĂen Stockes
Blinde Verkehrsteilnehmer können sich durch einen weiĂen Blindenlangstock, durch ein gelbes Abzeichen, insbesondere eine Armbinde mit drei schwarzen Punkten und/oder durch die Begleitung eines FĂŒhrhundes im weiĂen FĂŒhrgeschirr kennzeichnen.cite-ref-28[28] Das bewahrt die anderen Verkehrsteilnehmer vor dem ansonsten allgemein berechtigten Vertrauen darauf, dass sie etwa die Verkehrszeichen sehen und beachten werden, und gebietet ihnen zugleich besondere RĂŒcksichtnahme. Eine gesetzliche Verpflichtung zu einer bestimmten Kennzeichnung gibt es nicht. Andere Verkehrsteilnehmer dĂŒrfen solche Kennzeichen im StraĂenverkehr nicht verwenden.cite-ref-29[29]
Allgemeine Hilfsmittel
FĂŒr das alltĂ€gliche Leben gibt es viele verschiedene Hilfsmittel.
Das fĂ€ngt an bei einfachen Dingen wie taktilen oder sprechenden Uhren, DiktiergerĂ€ten, GeldscheinprĂŒfern oder MĂŒnzsortierboxen fĂŒr den eigenstĂ€ndigen Umgang mit Bargeld und geht ĂŒber angepasste HaushaltsgerĂ€te wie einem MikrowellengerĂ€t mit Sprachausgabe bis hin zu sprechenden Messbechern, Waagen, FarbmessgerĂ€ten, Fieberthermometern, Blutdruck- oder BlutzuckermessgerĂ€ten fĂŒr Diabetiker sowie kleinen elektronischen GerĂ€ten zum Kennzeichnen von GegenstĂ€nden wie Compact Disks mit Barcode- oder RFID-Etiketten mit jeweils einer eigenen Sprachaufnahme. Schon seit geraumer Zeit gibt es Skatkarten, die mit einer Plastikfolie ĂŒberzogen sind, sodass Sehende wie gewohnt spielen und Blinde die Karten gleichzeitig ertasten können. Eine Wahlschablone ermöglicht die unabhĂ€ngige Teilnahme an politischen Wahlen.
Schul-Hilfsmittel
Damit die Teilnahme eines blinden Kindes in der Schule erfolgreich ist, braucht es verschiedene Hilfsmittel. Einige wichtige Blindenhilfsmittel, die in der Schule von Bedeutung sind: Braillezeile, Screenreader, Punktschriftmaschine, SchwellpapiergerĂ€t, sprechende Waage, sprechender Thermometer, tastbare Uhr, Kompass fĂŒr Blinde, WĂŒrfel fĂŒr Blinde zum Ertasten, tastbare Lineale und MaĂbĂ€nder, geometrische Grundformen, tastbare Landkarten, tastbarer Globus, Klingelball fĂŒr Bewegung und Sport.
Sonstiges
Blinde Menschen verfĂŒgen in der Regel ĂŒber einen ĂŒberdurchschnittlich trainierten Tastsinn. Diese besondere FĂ€higkeit wird fĂŒr die FrĂŒherkennung von Brustkrebs genutzt. Im Rahmen des in Nordrhein-Westfalen angesiedelten Modellprojektes âDiscovering handsâ (Entdeckende HĂ€nde) wurde der Ausbildungskurs der Medizinischen Tastuntersucherin geschaffen.
In Deutschland gibt es mehrere gemeinnĂŒtzige Organisationen, die sich um die BekĂ€mpfung von Blindheit in EntwicklungslĂ€ndern bemĂŒhen. So hat sich beispielsweise die Christoffel-Blindenmission unter anderem zur Aufgabe gemacht, in den betroffenen LĂ€ndern erblindeten Menschen zu helfen und PrĂ€ventionsarbeit zu leisten.
Sozioökonomische Kosten
Erblindung bedeutet eine gravierende EinschrĂ€nkung in der MobilitĂ€t, der Kommunikation und im Zugang zu Informationen. Dementsprechend sind die Folgekosten der Blindheit immens und können sich gemÀà einer österreichischen Untersuchung auf durchschnittlich ĂŒber 90.000 EUR pro erblindetem erwachsenen Patienten belaufen. Kosten entstehen aus den direkten medizinischen Aufwendungen, Hilfsmitteln wie Blindenhund und den nicht-medizinischen Kosten fĂŒr zum Beispiel die Anpassung der Wohnung, Pflegegeld, Arbeitsausfall usw.cite-ref-30[30] ArbeitsausfĂ€lle sind jedoch keine ZwangslĂ€ufigkeit; gute Ausbildungsmöglichkeiten und ein inklusiverer Arbeitsmarkt können dem entgegenwirken.
Simulierte Blindheitserfahrungen Sehender
ErlebnisrĂ€ume wie die Ausstellung Dialog im Dunkeln, das Dialogmuseum oder Dunkelrestaurants bieten sehenden Menschen in geschĂŒtzter Umgebung eine Selbsterfahrungsmöglichkeit zum Thema Blindheit.
In kultischen Spielen oder Brauchtum in Zusammenhang mit Vermummung durch Nutzung einer Maske wurde Blindheit symbolisiert. Blinde Kuh ist ein heute fast ausschlieĂlich von Kindern gespieltes Gesellschaftsspiel, das seinen Ursprung im 15. Jahrhundert hat.
Blindheit als sprachliche Metapher
BlindgÀnger sind Munition wie Granaten oder Bomben, die nach ihrer Verwendung (Abschuss oder Abwurf) nicht oder nicht vollstÀndig explodiert sind. Der Begriff wird auch umgangssprachlich als Beleidigung verwandt.
Im ĂŒbertragenen Sinne steht das Sehen oft fĂŒr die FĂ€higkeit, die Wirklichkeit ĂŒberhaupt wahrzunehmen. Dieselbe Metapher gilt fĂŒr das Fehlen der beiden FĂ€higkeiten:
âą âIch will die Sache im Auge behaltenâ oder âIch will ein Auge darauf haben.â bedeutet: Ich will dafĂŒr sorgen, dass die Sache zufriedenstellend weiterkommt.
âą âLiebe macht blindâ bedeutet: Wer liebt, erkennt die Geliebte oder den Geliebten nicht so, wie sie oder er wirklich ist.
âą âDem muss ich mal die Augen öffnen.â bedeutet: Dem will ich erklĂ€ren, was wirklich geschieht und womit das zusammenhĂ€ngt.
âą Wenn ein Sachverhalt ganz und gar eindeutig ist, sagt man volkstĂŒmlich derb: âDas sieht doch ein Blinder mit (dem) KrĂŒckstock.â
âą âUnter Blinden ist der EinĂ€ugige Königâ â selbst etwas oder jemand mit tatsĂ€chlich nur unterdurchschnittlichen Eigenschaften auf einem Gebiet ĂŒbertrifft andere, die solche Eigenschaften ĂŒberhaupt nicht vorzuweisen haben.
âą âJemand ist politikblind oder wirklichkeitsblindâ bedeutet, dass er die ZusammenhĂ€nge in der Politik oder der Wirklichkeit nicht versteht.
Kritik an der Blindheits-Metapher
âDie waren auf dem rechten (bzw. linken) Auge blindâ weist auf eine parteiische Haltung hin, welche gegenĂŒber der politischen âRechtenâ (bzw. âLinkenâ) zu Duldsamkeit und Nachsicht neigt.
An dieser Blindheits-Metapher gibt es Kritik sowohl von behinderten Menschen selbstcite-ref-31[31] als auch vom Auschwitz-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e. V.cite-ref-32[32]
Blindheit in Kunst, Musik und Literatur
Blindheit taucht vielfach als Motiv in Mythen, ErzĂ€hlungen und bildlichen Darstellungen aller Art auf. Aus der griechischen Mythologie sind zum Beispiel der sagenhafte Seher Teiresias und der alte Ădipus bekannt. Die heilige Odilia (Ottilie) und die heilige Lucia von Syrakus werden als Schutzpatroninnen des Augenlichtes bzw. der Blinden verehrt.
Pieter Brueghel der Ăltere thematisierte 1568 das Gleichnis vom Blindensturz (âWenn aber ein Blinder den anderen fĂŒhrt, so fallen sie beide in die Grubeâ, Mt 15,14) in seinem Bild Der Blindensturz. Joh 9,25 berichtet von der wundersamen Heilung eines Blinden durch Jesus Christus. Der Maler El Greco griff diese Heilung auf; auch in John Newtons berĂŒhmtem Lied Amazing Grace wird Blindheit als Metapher verwendet. Lena Valaitis nahm 1981 mit Johnny Blue, einem Lied ĂŒber einen blinden Jungen, der das Gitarrenspiel lernt, am Eurovision Song Contest teil. 1986 sangen Die Puhdys Blind geboren.
Desgleichen stehen Blinde im Zentrum literarischer Werke (z. B. in Vladimir Nabokovs Roman König Dame Bube, JosĂ© Saramagos Roman Die Stadt der Blinden oder in Mein Name sei Gantenbein von Max Frisch). AuĂerdem handeln der Roman Der Duft der Frauen und seine Verfilmungen sowie der Film Erbsen auf halb 6 vom Leben mit Blindheit. Allerdings bedienen sich mediale Darstellungen von Blindheit oft bestimmter Stereotype, was von blinden Personen selbst kritisiert wird.cite-ref-33[33] Diese Stereotypisierung wird auch dadurch verstĂ€rkt, dass blinde Rollen hĂ€ufig von sehenden Schauspielern gespielt werden, was als Blind Facing (oder genereller Cripping up) bezeichnet wird.cite-ref-34[34]
Siehe auch
âą Amaurosis fugax
âą Eklampsie
âą Taubblindheit
⹠TastschÀrfe
âą Eine unbegrĂŒndete Angst vor dem Verlust der SehfĂ€higkeit nennt man Scotomaphobie, die Angst vor der Dunkelheit wird als Achluophobie (auch: Nyktophobie oder Scotophobie) bezeichnet.
âą Ăber das Guidenetzwerk Deutschland können sich blinde (Lauf-)Sportler und Guides vernetzen und Lauftandems bilden. Dabei kann die Leistung durchaus mit sehenden Sportlern mithalten.
Literatur
âą Wolfgang Drave, Hartmut Mehls (Hrsg.): 200 Jahre Blindenbildung in Deutschland (1806â2006). edition bentheim, WĂŒrzburg 2006, ISBN 3-934471-57-9.
âą Kai Nonnenmacher: Das schwarze Licht der Moderne: zur Ăsthetikgeschichte der Blindheit. Niemeyer, TĂŒbingen 2006, ISBN 3-484-63034-5 (Dissertation UniversitĂ€t Mannheim 2003, XI, 377 Seiten).
âą Eva M. Glofke-Schulz: Löwin im Dschungel. Blinde und sehbehinderte Menschen zwischen Stigma und Selbstwerdung. Psychosozial-Verlag, GieĂen 2007, ISBN 978-3-89806-735-5.
âą Oliver HĂ€user, Stefanie Krug: Den Menschen sehen. 150 Jahre Nikolauspflege. (1856â2006). Nikolauspflege, Stiftung fĂŒr Blinde und Sehbehinderte Menschen, Stuttgart 2006, ISBN 3-00-018633-6 (142 S. in GroĂdruck mit zahlreichen Abbildungen).
âą Otto KĂ€fer: Blindheit in der Kunst. Darstellung und Metaphorik. GebrĂŒder Mann Verlag, Berlin 2016, ISBN 978-3-7861-2758-1 (Dissertation, Eberhard Karls UniversitĂ€t TĂŒbingen, 2014, 460 Seiten).
âą Jacques Lusseyran: Das wiedergefundene Licht. Die Lebensgeschichte eines Blinden im französischen Widerstand (= dtv 30009 Sachbuch). 4. Auflage. Deutscher-Taschenbuch-Verlag, MĂŒnchen 1992, ISBN 3-423-30009-4.
âą Heinrich Scholler: EnzyklopĂ€die des Blinden- und Sehbehindertenwesens. MĂŒller, Heidelberg 1990, ISBN 3-8114-2188-3, S. 516.
âą Josephine Siebe: Moderne BlindenfĂŒrsorge. Mit sechs Illustrationen nach photographischen Original-Aufnahmen. In: Reclams Universum. Moderne illustrierte Wochenschrift, 27. Januar 1911, S. 571â574.
Weblinks
Commons
: SehbeeintrÀchtigung
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Blindheit
â BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
Wikiquote: Blindheit
â Zitate
âą Linkkatalog zum Thema Blindheit und Sehbehinderung bei curlie.org (ehemals DMOZ)
âą Deutsche Blindenstudienanstalt Marburg
âą Anderes Sehen â Zur Förderung blinder Kinder. Informationen zur âaktiven menschlichen Echoortungâ (âKlicksonarâ)
âą Leben mit Blindheit, dbsv.org
âą Leitlinie Nr. 7 â Versorgung von Sehbehinderten und Blinden. (PDF; 76 kB) Berufsverband der AugenĂ€rzte Deutschlands â BVA
âą Blindeninstitutsstiftung Bildung, Arbeit und Wohnen fĂŒr Menschen mit Blindheit oder Sehbehinderung und weiteren EinschrĂ€nkungen
âą Informationskampagne zur beruflichen Teilhabe sehbehinderter Menschen
⹠Sk2 Leitlinie Visuelle Wahrnehmungsstörungen (PDF; 592 kB) AWMF, Stand 04-2017; abgerufen am 26. Januar 2018
Einzelnachweise
cite-note-11. â Sozialgesetzbuch Zwölftes Buch (SGB XII) â Sozialhilfe â § 72 Blindenhilfe
cite-note-22. â Bayerisches Blindengeldgesetz. Was ist Blindheit nach dem BayBlindG (Memento vom 11. Dezember 2005 im Internet Archive)
cite-note-33. â Anhaltspunkte fĂŒr die gutachterliche TĂ€tigkeit Nr. 23 Blindheit und hochgradige Sehbehinderung mit weiteren BeispielsfĂ€llen
cite-note-44. â Pschyrembel klinisches Wörterbuch. Mit klinischen Syndromen und Nomina Anatomica. = Klinisches Wörterbuch. Bearbeitet von der Wörterbuchredaktion des Verlages unter der Leitung von Christoph Zink. 256., neu bearbeitete Auflage. de Gruyter, Berlin u. a. 1990, ISBN 3-11-010881-X.
cite-note-55. â Muhammad Ansar, Hyunglok Chung u. a.: Visual impairment and progressive phthisis bulbi caused by recessive pathogenic variant in MARK3. In: Human Molecular Genetics. 27, 2018, S. 2703, doi:10.1093/hmg/ddy180.
cite-note-66. â Chancengleichheit erreichen
cite-note-77. â konkrete Situation von blinden und sehbehinderten Menschen auf dem ersten Arbeitsmarkt, in spezial 5: DVBS-Wegweiser Sozialpolitik (Memento vom 9. MĂ€rz 2016 im Internet Archive)
cite-note-88. â Behindert im Beruf: Blind, nicht blöd, FAZ vom 23. Oktober 2008
cite-note-99. â Akustische Orientierung und MobilitĂ€t
cite-note-1010. â Horst Köhler fĂŒr gemeinsamen Unterricht von behinderten und nicht-behinderten Kindern
cite-note-1111. â Internationaler Audiodienst (iad) Blindenstadt Marburg
cite-note-1212. â TU-Wien-Spin-off Tetragon erfindet neuartigen Braille-Reader, auf derstandard.de, abgerufen am 16. Januar 2021
cite-note-1313. â E-Reader fĂŒr Blinde, auf wirlesen.org, abgerufen am 16. Januar 2021
cite-note-1414. â Geschichte und Aufgaben der Mediengemeinschaft fĂŒr blinde und sehbehinderte Menschen e. V. (Medibus) (Memento vom 24. Dezember 2008 im Internet Archive)
cite-note-1515. â BĂŒcher fĂŒr blinde Kinder
cite-note-1616. â Smartphone-App fĂŒr Audiodeskription im Kino
cite-note-1717. â Laurent A. Renier, Irina Anurova, Anne G. De Volder, Synnöve Carlson, John VanMeter, Josef P. Rauschecker: Preserved Functional Specialization for Spatial Processing in the Middle Occipital Gyrus of the Early Blind. In: Neuron, Band 68, 2010, S. 138â148, doi:10.1016/j.neuron.2010.09.021.
cite-note-1818. â Aktive menschliche Echoortung (Klicksonar)
cite-note-1919. â Wie sich Blinde per Echoortung (Klicksonar) orientieren
cite-note-2020. â uni-due.de Das Entwicklungsstufenmodell nach Piaget
cite-note-2121. â Akustische Sensibilisierung
cite-note-2222. â Steffen Zimmermann: Klicksonar-Workshops in Berlin mit Daniel Kish | Anderes Sehen e. V. zur Förderung blinder Kinder. Abgerufen am 6. Oktober 2019 (deutsch).
cite-note-2323. â Fortschrittliche Förderung blinder Kinder
cite-note-2424. â Spiegel Online: Mit dem Zwergpferd in den Hörsaal
cite-note-2525. â Produktinformationen bei INCOBS
cite-note-2626. â Beschreibung der App MyWay fĂŒr Blinde auf Voice Over Portal (Memento vom 13. Mai 2012 im Internet Archive)
cite-note-2727. â Deutsche Beschreibung der App BlindeSquare auf KuUBuS
cite-note-2828. â § 2 Absatz 2 FeV
cite-note-2929. â Ordnungswidrigkeit nach § 75 Ziff. 2 in Verbindung mit § 2 Abs. 3 FeV
cite-note-3030. â PSS16 Cost of Blindness in Austria (Memento vom 5. MĂ€rz 2016 im Internet Archive) (PDF). Institut fĂŒr Pharmaökonomische Forschung Wien (englisch)
cite-note-3131. â leidmedien.de: Blinde Kuh trifft Taube Nuss â Metaphern der Behinderung (Memento vom 31. MĂ€rz 2016 im Internet Archive)
cite-note-3232. â stiftung-auschwitz-komitee.de (PDF; 166 kB)
cite-note-3333. â Nadine Rokstein: Blindheit: Bedeutung, GrĂŒnde, Auswirkungen und Ableismus. In: Stock und Stein. Abgerufen am 20. MĂ€rz 2024.
cite-note-3434. â Jennifer Sonntag: Ist âBlind Facingâ noch zeitgemĂ€Ă? Abgerufen am 20. Mai 2025.